Eine breite Koalition wehrt sich gegen das Entlastungspaket 12-15 der Baselbieter Regierung. Die vorgeschlagenen Sparmassnahmen treffen einseitig einige ganz zentrale Bereiche des Service public – Umwelt, Heimatschutz, öffentlicher Verkehr und Bildung – und ziehen vor allem auch Kinder, Jugendliche und sozial Benachteiligte in Mitleidenschaft.
Das Entlastungspaket trifft den Schulbereich hart und wird sich dort besonders kontraproduktiv auswirken. Die Sparmassnahmen gefährden die Qualität der „Guten Schule Baselland“ und der Kanton verliert damit als Wohnort für Familien mit Kindern massiv an Attraktivität. Zudem befinden sich die Baselbieter Schulen mitten in einem umfassenden Reformprozess und die Abbaumassnahmen gefährden die erfolgreiche Umsetzung von HarmoS und der Integrativen Schule.
Trotz scharfer Kritik der Verbände ist die Regierung entschlossen, das Entlastungspaket unverändert durchzupeitschen. In letzter Zeit wurde von Regierungsseite sogar versucht, die Kritik der Lehrpersonen mit Verunglimpfungen zu diskreditieren. Insbesondere Finanzdirektor Ballmer äusserte sich respektlos, ja sogar abschätzig über die Arbeit der Lehrpersonen und verlangte erneut „Effizienzsteigerung“.
Für die Lehrpersonen ist daher die Zeit des Verhandelns vorbei. Jetzt braucht es den Druck der Betroffenen, um das Entlastungspaket zu verhindern und den nötigen Respekt einzufordern!
Einige Schulen hatten sich deshalb entschlossen, am Freitag, 25. November 2011 mit verschiedenen Aktionen gegen das Entlastungspaket zu protestieren. Seither folgten weitere Aktionen: Liste der aktuellen Aktionen.